Erstes FT8-QSO

Erstes FT8-QSO

FT8 ist eine digitale Betriebsart im Amateurfunk und wurde von den beiden amerikanischen Funkamateuren, Steven Franke, K9AN, und Joe Taylor, K1JT, entwickelt und 2017 veröffentlicht. Da diese Betriebsart seitdem sehr viele Amateure betreiben, wollten wir diese auch mal ausprobieren. Dabei sind wir jedoch auf ein paar kleinere Hürden gestoßen.

Es stand schon sehr lange auf unserer Agenda: wsjt-x (Weak Signal communication by Joe Taylor), eine Software um FT-8 und andere digitale Betriebsarten durchführen zu können, zu installieren und FT8 machen. Der erste Teil konnte auf unserem Linux Stationsrechner schnell erledigt werden, weil sich das Programm mit nur einem Befehl installieren lässt.

WSJT-X Icon

Der zweite Teil, bzw. der Teil der zwischen installieren und QSOs machen kommt, war dann schon schwieriger: das Einrichten der Software. Da gibt es zwar auch ein paar einfach zu erledigende Dinge wie Rufzeichen und Locator eingeben, das größere Problem war aber die Kommunikation mit dem Transceiver.

Zuerst haben wir den Port, über den der Rechner mit dem Funkgerät kommunizieren soll, ausgewählt und dann den anschließenden Test durchgeführt, ob Funkgerät und Rechner miteinander über USB kommunizieren, was soweit ganz gut geklappt hatte. Danach ging es ans Eingemachte: die richtige Soundkarte zu finden! Unter Linux wird einem alles, was nach Soundkarte klingt, als solche angezeigt, wodurch die Auswahlliste riesig ist. Da Herr Lormes zum Glück aber zu Hause den gleichen Transceiver wie wir bei DK0MGF benutzt, konnten wir hier seine Einstellungen übernehmen.

Es zeigte sich allerdings das Problem, dass beim Versuch zu senden, der Transceiver keinen Träger generierte und somit auch keine Sendeleistung nach außen ging.

Das deutete schwer darauf hin, dass keine Töne von der Soundkarte des PC in den Transceiver gelangten. Nach langer Rumprobiererei haben wir dann aber doch einen Weg gefunden: anders als von Icom-Usern oft empfohlen, nutzten wir letztendlichlich an unserem FT-DX 3000 nicht den normalen USB-Mode sondern USB-Daten-Mode, mit dem dann Leistung generiert wurde. Es scheint aber noch eine Einstellung in den Menüs zu geben, die das manuelle Umschalten in den Daten-Modus überflüssig macht, hat uns unser Lehrer im Nachhinein aber noch verraten. Wir werden auch das ausprobieren!

Nachdem Florian, DO3FK, sich mit den strengen 30-Sekunden-Zeitintervallen der Betriebsart FT-8 angefreundet hatte, wurde auch schon das erste QSO bei 10 Watt Leistung mit 9A6SJU in Kroatien gefahren. Ein bisschen später hörten wir einen Inder, der uns aber leider nicht antwortete.

Das QSO mit 9A6SJU in hamQTH

Dann war die zur Verfügung stehende Stunde aber leider auch schon wieder herum. Man kann aber festhalten, dass wir wieder ein kleines bisschen Wissen und Erfahrung dazugewonnen haben.

Florian Koettler
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