Europatag der Schulstationen am 5.5.2022

Europatag der Schulstationen am 5.5.2022

Dieses Jahr haben wir das erste Mal am Europatag der Schulstationen, der von der AATiS (Arbeitskreis Amateurfunk und Telekommunikation in Schulen) jedes Jahr veranstaltet wird, teilgenommen. Ziel dieses Tages ist es, Schüler an den Amateurfunk heranzuführen und durch möglichst viele Funkkontakte mit Altersgenossen ihnen die Angst zu nehmen, mit fremden Leuten zu reden. Dieses Jahr gab es hierzu auch erstmals die Möglichkeit über den geostationären Satelliten Es’hail 2 bzw. QO 100 Gespräche zu führen, doch das stellte sich schwieriger heraus als gedacht…

Bereits am Nachmittag des Vortages haben wir uns nach kurzer Besprechung der Agenda und Funktionsweise der Satellitenstation, die Herr Lormes, DJ4QV, schon gebaut und erfolgreich getestet hat, mit den Aufbauten für den Europatag begonnen. Hierfür ist unser Lehrer durch ein Fenster des Chemie-Übungssaals auf den Mittelbau geklettert und hat dort den Parabolspiegel mit der restlichen Satellitenfunkanlage verkabelt. Danach mussten nur noch ein LAN-Kabel für die Kommunikation zwischen PC und Satellitentransceiver und eine Stromversorgung her.

Doch da gab es schon die ersten Probleme: zuerst haben wir ein vorhandenes Experimentier-Netzteil für Schülerversuche aus der Physikübung ausprobiert, das vermeintlich zu wenig Stromstärke lieferte. Danach haben wir ein stärkeres Netzteil aus der Physiksammlung probiert. Doch das stärkere Netzteil nützte auch nicht viel, da der Transceiver auf dem Dach des M-Baus beim Senden immer wieder neugestartet hat.

Während der Fehlersuche hat es dann auch noch ein Gewitter angefangen und wir mussten abbauen, die Box mit dem Empfänger in einen regengeschützten Bereich legen und die Satellitenschüssel sichern, damit sie über Nacht bei einem eventuellen Windstoß nicht umkippt). Während des Abbauens haben weitere Überlegungen und Messungen ergeben, dass sich die Fehlfunktion des Transceivers höchstwahrscheinlich mit einem Durschlag im Stromkabel erklären lässt. Deshalb ist Herr Lormes direkt nach dem Abbau noch schnell in den Baumarkt gefahren, um ordentliches Stromkabel zu kaufen.

Am nächsten Tag gab es dann glücklicherweise nur noch kleinere Probleme mit der Satellitenstation, die wir zusammen mit Markus, DM2WB, und Ralf DG5NGS, die uns beide dankenswerterweise den ganzen Tag über unterstütz haben, lösen konnten. So konnten wir dann einige QSOs über Satellit tätigen und viele über Kurzwelle. Durch die zusätzlich von Ralf DG5NGS mitgebrachte Portabelstation konnten wir sogar unseren beiden Rufzeichen DN1MGF (Ausbildungsrufzeichen) und DK0MGF (Klubstationsrufzeichen) gleichzeitig auf Kurzwelle in die Luft bringen.

Den ganzen Tag über bekamen wir Besuch von interessierten Schülerinnen und Schülern, die im Vorfeld 20-minütige Besuchszeiten buchen konnten um uns beim Funken über die Schulter zu schauen. Besonders hilfreich war hierbei, dass Paul den Interessenten immer erklärend zur Seite stand und auf Grund seiner Kenntnisse, die er während des Amateurfunkkurses am MGF erworben hatte, alle Fragen souverän beantworten konnte.

So gegen 16:00 haben wir das Abbauen und Aufräumen begonnen so dass wir gegen 17:00 das Gröbste Chaos beseitigt hatten und alle empfindlichen Teile wieder verräumt waren. Da wir nach dem langen Tag mit dem Aufräumen leider nicht ganz fertig geworden sind, müssen wir kommenden Mittwoch nochmal ran.

Was jetzt außerdem noch gemacht werden muss, ist:

  • QSL-Karten schreiben
  • Die Logbucheinträge zum Veranstalter schicken
  • und auf die Urkunden warten

Alles in allem war das ein lehrreicher Tag für alle Anwesenden: zum einen gab es für die am Mikrophon sitzenden Schülerinnen und Schüler viel Selbstvertrauen, nachdem sie ihre ersten QSOs selbstständig gefahren hatten zum anderen konnte man auch technisch beim Aufbau der verschiedenen Funkstationen viel lernen. Ich persönlich werde mir zudem für die nächste öffentliche Veranstaltung im Vorfeld ein bisschen was überlegen, was man den (Noch-) Nichtfunkern alles erzählen kann, um ihr Interesse weiter zu wecken.

Florian Koettler
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2 Gedanken zu „Europatag der Schulstationen am 5.5.2022

    1. Hallo Peter,
      danke für die Zusendung der Urkunden! Wir sind mächtig stolz auf die vielen erreichten Punkte :-)! Neuer Artikel ist bereits hier online. Und wir freuen uns schon wieder auf den nächsten Europatag im kommenden Jahr!
      73 de Wolfgang DJ4QV

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