Sommerschule

Sommerschule

Damit sich unsere Schülerinnen und Schüler nach der pandemiebedingten langen Auszeit des letzten Schuljahres wieder an Schule und an ein gemeinsames Tun gewöhnen können, hat das MGF neben den Kursen zu den Schulfächern auch einen Kurs zum Thema “Soziales Lernen” eingerichtet. Und dieser Kurs wurde von der Amateurfunkgruppe des MGF durchgeführt.

So erwarteten die 7 freiwilligen Helferinnen und Helfer am 8.9 die Schülerinnen und Schüler und waren von der Resonanz überwältigt: 21 interessierte junge Menschen aus den Klassenstufen 5 bis 10 trafen sich um 8:00 Uhr morgens im Physiksaal. Dort erhielten sie ein Einführung in den Amateurfunk, wobei allen Beteiligten schnell klar wurde wie umfassend die Beschäftigung mit dem Amateurfunk ist: von der technologischen Seite der verwendeten Geräte (Transceiver, Antennen), über die Physik der elektromagnetischen Funkwellen bis hin zum Einfluss der Sonne und der Tages- und Jahreszeiten auf das Funkwetter wurden in einem offenen Unterrichtsgespräch viele Bereiche erörtert und diskutiert.

Nachdem die ersten drei Schulstunden viel zu schnell vorüber waren ging es an den praktischen Funkbetrieb. Hierzu wurden zunächst anhand eines extra ausgearbeiteten zwölfseitigen Skripts, das die Teilnehmerinnen und Teilnehmer erhielten, einige der geheimnisvollen Buchstaben- und Zahlenkombinationen während eines Funkgesprächs erörtert und der korrekte Ablauf vorgestellt. Danach zeigten zunächst Florian mit dem Ausbildungsrufzeichen DN1MGF und Herr Lormes DJ4QV, wie so ein Gespräch auf Ultrakurzwelle im 2m-Band abläuft. Und dann ging es für die Schülerinnen und Schüler auch schon selber ans Mikrophon. Aufgeteilt in die 2 Physiksäle durfte jeweils ein Teilnehmer der einen Gruppe mit dem Ausbildungsrufzeichen ein Gespräch mit Herrn Lormes führen während die zweite Gruppe zuhörte und sich die Redewendungen einprägte, ehe die Gruppen gewechselt wurden. Nach der üblichen anfänglichen Scheu vor dem Sprechen über Funk mit “Unbekannten” hatte am Ende doch jeder der Anwesenden mindestens ein QSO (Funkgespräch) geführt. Für die Teilnehmer überraschend war, dass sch plötzlich OM Reimund DH1NRA mit einem Anruf für DJ4QV meldete und ein nettes QSO geführt wurde. Man weiß beim Funken halt nie wer zuhört und mit wem man sich unterhalten wird.

Gegen halb 12 ging es dann nach draußen, um die Kurzwellenstation aufzubauen. Da hier nicht alle Teilnehmenden gleichzeitig beim Aufbau helfen konnten, hatten die Helfer der MGF-Amateurfunkgruppe eine ARDF-Fuchsjagd auf dem Schulgelände vorbereitet. Hierbei müssen mehrere kleine Sender, die im 80m Band zur Unterscheidung mehrere Morsezeichen senden mit Hilfe eines Peilgerätes, das je nach Lage zum Ziel die ausgesendeten Morsezeichen lauter oder leiser wiedergibt, gefunden werden. Auch diese Aufgabe lösten alle Teilnehmer mit Bravour!

Unterdessen wurde den Teilnehmerinnen und Teilnehmer die erst vor Kurzem von der Amateurfunkgruppe fertiggestellte Endfed-Halfwave (EFHW) Antenne für die Bänder 40m, 20m, 15, 10m gemeinschaftlich aufgebaut: Ein 10m hoher GFK-Mast musste errichtet werden, die Antennenenden befestigt und hochgezogen und die Antenne abgeglichen werden. Und obwohl die Sommerschule nur bis 12:00 Uhr anberaumt war, blieben alle Anwesenden freiwillig länger, mancher rief sogar die abholenden Eltern an um den Abholtermin zu verschieben. Zur “Belohnung” konnten dann viel Gespräche im 20m Band gehört und auch zwei Stationen in Spanien gearbeitet werden. Gegen 14:00 war dann alles wieder aufgeräumt und die letzten verbliebenen Helfer brachen nach einem erfolgreichen Tag wieder nach Hause auf. 

Da die Veranstaltung auf so große und positive Resonanz gestoßen ist, überlegen wir aktuell, zu welcher Gelegenheit sich so etwas wiederholen lässt. Drücken wir die Daumen, dass dieses Jahr wieder ein Sommerfest stattfinden kann!

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